Circus-AG

FANTASTICO - Circus AG     

Internationale Janusz-Korczak-Circusschule

Die Janusz-Korczak-Schule ohne ihren Circus? - Nicht vorstellbar!

 

 

Schon vor 14 Jahren begründete Dieter Rolser den Schulcircus Fantastico. Seine Begeisterung griff schnell auf Schüler und Kollegen über. War es zu Beginn eine Klasse von 12 Kindern, so hat sich über die Jahre ein Schulcircus mit bis zu 50 Schülern und vier Kollegen etabliert. Zurzeit üben die kleinen und großen Zirkuskünstler freitags zwei Stunden in den Zirkusdisziplinen. Auch in den Pausen stehen Zirkusutensilien zum Training bereit. Frau Busch übt außerdem mit unseren jüngsten Artisten am Mittwochnachmittag. Immer heißt es dann Vorsicht, denn nun fliegen Teller und Diabolos durch die Lüfte. Könner und Anfänger fahren auf nur einem Rad durch die Flure der Schule, auf einem Seil wird gelaufen und auf riesigen Laufkugeln wird jongliert, gehopst und sogar zu zweit um Gleichgewicht gerungen. Jahr für Jahr haben es Karin Dörfler, Simone Busch, Katharina Loewke und Dieter Rolser mit den jeweiligen Zirkusartisten geschafft, außer kurzen Auftritten für schulinterne Feiern auch bis zu 90 minütigen Auftritten in Nachbarschulen, z.B. der Levana Schule oder in der eigenen Aula für Grund- und Förderschulen der Region zu kreieren. Neben dem großen Spaß, den die Kinder und Jugendlichen im Circus haben, ist Fantastico für die Pädagogen weit mehr als „nur“ ein Vergnügen: Neben der Schulung der Körperkoordination ist der Circus besonders in Partner- und Gruppenaktionen ein weites Übungsfeld für ein soziales Miteinander. Schüler lernen hier zuverlässig zu sein: Es kommt auf jeden einzelnen an, denn sonst stürzt die Menschenpyramide ein, klappt die Partnernummer nicht, fällt die Mitschülerin von der Laufkugel. Jeder Einzelne zählt! Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt, der Ehrgeiz angestachelt und am Ende eines Auftrittes können die Artisten berechtigten Stolz empfinden. Der Applaus der Besucher ist dann die Belohnung für Ausdauer und Disziplin, ohne die es im Circusalltag nicht geht. Im Folgenden berichtet Fabian, der über sieben Jahre im Circus mitgewirkt hat, wie er die Anfänge und auch seine Fortschritte erlebt hat. Wir Circuslehrer freuen uns besonders darüber, dass es Schülern immer wieder gelingt, uns Lehrer in den Circuskünsten weit zu übertreffen und dann selber Lehrer für ihre Mitschüler zu werden. Das ist Fabian bei der Beherrschung des Devil-Sticks herausragend gelungen.

Katharina Loewke, Förderschullehrerin

 

 

 

Wie alles begann im Circus Fantastico:

Ich war seit der vierten Klasse im Circus. Zuerst hatte ich etwas Angst, es waren aber alle nett zu mir, und so habe ich mich schnell wohl gefühlt. Pierre und Leotrim kannte ich ja schon. Der Circusdirektor Dieter Rolser war ja auch mein Klassenlehrer. Als erstes habe ich versucht, mit dem Diabolo zu spielen, das hat gut geklappt und mir Freude gemacht. Mit dem Devil-Stick hatte ich weniger Glück und so habe ich es wieder gelassen. Dann habe ich es mit den Bällen versucht und als ich mit denen jonglieren konnte, nahm ich anschließend Ringe und Keulen dazu. Später habe ich mir den Devil-Stick noch mal genommen und habe es geschafft, ihn zu spielen. Ich musste immer wieder üben, damit die Tricks klappen. Dann kam mein erster Auftritt. Ich war so aufgeregt, dass es mir schlecht war. Ich sagte es Herrn Krautkrämer und der meinte, das wäre normal beim ersten Mal. Auf der Bühne habe ich nur mit dem Devil-Stick gepatzt und ich habe von vielen Leuten Komplimente bekommen. Über die Jahre wurde ich besser und besser. Heute jongliere ich mit Dotzbällen (Flummis) Feuerkeulen, Feuer-Devil-Stick und schlucke Feuer. Im Moment lerne ich mit fünf Bällen zu jonglieren.

Fabian