Berufsvorbereitung an der JKS

Die Berufsvorbereitung ist ein besonderer Schwerpunkt im Unterricht der gesamten Oberstufe und Bestandteil des Faches Arbeitslehre. Bereits in der 7. Klasse erhalten die Schüler durch das Fach Berufskunde erste Einblicke in die Arbeitswelt. Sie lernen zahlreiche Berufsbilder sowie erste Bewerbungsstrategien kennen. Dieser theoretische Unterricht wird in der gesamten Oberstufe fortgesetzt und durch die Arbeit der Agentur Lernen Fördern e. V. unterstützt. In der 8. und 9. Klasse finden zusätzlich die ersten Betriebspraktika statt. Während dieser je dreiwöchigen Praxisphasen sollen die Schüler erste Erfahrungen in ihren angestrebten Berufen machen. Zusätzlich zu diesen beiden Blockpraktika führen die Schüler, nun in den Klassen 9 und 10, ein Langzeitpraktikum als sog. Praxistag durch. Dies bedeutet, dass die Schüler nahezu ein halbes Jahr lang jeweils einen Tag in der Woche in einem Betrieb arbeiten. Durch diese Verbindung zwischen Arbeitswelt und Schule erhalten die Jugendlichen wichtige Einblicke in ihre zukünftige Lebenswelt und sie lernen, ihre Fähigkeiten und Vorlieben einzuschätzen. Zudem haben die Schüler der Abgangsklasse die Möglichkeit, sich in einem Ausbildungsbetrieb gut zu präsentieren und damit ihre Chancen auf eine Ausbildungsstelle zu verbessern.

Birgit Herrmann, Förderschullehrerin

  

 

 

Der Praxistag

Der Praxistag bedeutet, dass die Schüler der 9. und 10. Klassen nahezu ein Jahr lang jeweils einen Tag in der Woche in einem Betrieb arbeiten. Diese Vorbereitungsphase auf das Berufsleben wird von der JKS seit 6 Jahren durchgeführt. Die betreuenden Lehrer haben festgestellt, dass die Praktikumsbetriebe eine wesentliche Orientierungshilfe für die Berufswahl der Praktikanten geben. Die Schülerinnen und Schüler erhalten konkrete Einblicke in verschiedene Berufsfelder sowie in deren Anforderungen. Hierdurch können die Schüler wichtige Erfahrungen im Hinblick auf die Entscheidungsfindung zur Berufswahl sammeln. Sehr erfreulich ist die ausgeprägte Bereitschaft der Betriebe, einen Langzeitpraktikanten aufzunehmen und ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Geht ein Schüler doch einmal bei der Suche nach einem Praktikumsplatz leer aus, stehen ihm die Lehrer der Schule mit Tipps und Anregungen zur Seite. Der Praxistag wird von der Arbeitsagentur und dem Land Rheinland-Pfalz finanziell gefördert. So ist es möglich, das Praktikum durch zahlreiche Projekte mit Unterstützung externer Partner zu begleiten. Hierbei befassen sich die Schüler beispielsweise mit den Themen Kommunikation, Reden mit und ohne Worte, Verhalten gegenüber Kunden, Aushalten von Kritik durch Vorgesetzte und Kollegen sowie der Arbeit im Team. Zum Ende des Langzeitpraktikums erhalten die Schüler ein Zertifikat von ihren Praktikumsbetrieben, welches sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können.

Birgit Herrmann, Förderschullehrerin